Schlafmedizin und Intermittierende Beatmung

Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) mit Obstruktion der extrathorakalen Atemwege sind häufig anzutreffen und stellen ein zunehmend beachtetes Gesundheitsrisiko dar.

Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen und ventilatorischer Insuffizienz sind somit wichtige, zentrale Module zur interdisziplinären Behandlung der Patienten der Klinik Bad Reichenhall. Das Schlaflabor der Klinik Bad Reichenhall ist akkreditiert von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin und verfügt über 2 kardiorespiratorische Polysomnographie-Messplätze, 5 Polygraphen und einer Anlage zur transcutanen PCO2-Messung und zur Vigilanztestung.

Zu den häufigeren Krankheitsbildern, die regelmäßig an der Klinik Bad Reichenhall behandelt werden, gehören neben der obstruktiven Schlaf-Apnoe, die schlafbezogene Hypoventilation, zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen vom Typ Schichtarbeitersyndrom sowie schlafbezogene Bewegungsstörungen vom Typ Restless-Legs-Syndrom.

Als Therapieverfahren werden neben der CPAP-Therapie weitere Therapieverfahren wie automatisches CPAP, Bilevel-Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe, nichtinvasive Beatmung bei Hypoventilationssyndrom und chronischer ventilatorischer Insuffizienz sowie adaptative Servoventilation bei schlafbezogener Atmungsstörung vom Cheyne-Stokes-Typ durchgeführt.

Insbesondere die Einleitung der nichtinvasiven Beatmung nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Nach kritischer Prüfung des klinischen Zustandes und Komorbiditäten eines Patienten kann unter kardiorespiratorischem Monitoring die Einleitung einer nichtinvasiven Beatmung durch Nutzung der Ressourcen des Schlaflabors erfolgen. Bei Patienten, bei denen eine außerklinische Beatmung bereits auswärts eingeleitet wurde, wird diese weitergeführt und es erfolgen ggf. die notwendigen Kontrolluntersuchungen einschließlich eventuell erforderlicher Geräteanpassungen.



Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd Klinik Bad Reichenhall

12.01.2012