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Anschlussrehabilitation (AHB)


Pneumologische Rehabilitation

ist insbesondere auch angezeigt bei Patienten, die wegen einer Erkrankung der Atmungsorgane im Akutkrankenhaus behandelt werden mussten. 

Wichtige Indikationen zur pneumologischen Anschlussrehabilitation sind

  • nach notwendiger Akutkrankenhausbehandlung bei entzündlichen Erkrankungen der Atmungsorgane insbesondere bei COPD, Pneumonie, Pleuritis/Pleuraempyem, Lungenembolie
  • nach allen Formen von Operationen an den Atmungsorganen,
  • nach erfolgter Erstbehandlung maligner Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. nach Operation bzw. nach Chemotherapie und/oder Bestrahlung).

Anschlussrehabilitation bei COPD

Gerade COPD-Patienten, die wegen einer „Exazerbation“ (Verschlechterungsphase) in ein Akutkrankenhaus aufgenommen werden mussten, profitieren in besonderem Maße von dem umfassenden Maßnahmenpaket der pneumologischen Rehabilitation und es kann eine deutlich schnellere Erholung von der akuten Krankheitsphase erreicht werden mit einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität, der körperlichen Leistungsfähigkeit und der psychischen Stabilität. 

Anschlussrehabilitation nach Lungenembolie, Pneumonie, Lungenoperation oder Tumorerstbehandlung

Eine raschere Erholung von der akuten Krankheit mit Verbesserung der Lebensqualität, der körperlichen Leistungsfähigkeit und der psychischen Stabilität kann durch Anschlussrehabilitation auch erreicht werden bei Patienten nach einer Lungenembolie, einer schweren Lungenentzündung oder bei Patienten die wegen einer Tumorerkrankung an den Atemwegen operiert werden mussten bzw. sich einer Chemotherapie und/oder Strahlentherapie unterziehen mussten.

Bei diesen Patienten ist oft noch eine intensivere ärztliche und pflegerische Akutbetreuung erforderlich, als bei Reha-Patienten ohne akute Vorerkrankung. Eine solche Betreuung ist in der Klinik Bad Reichenhall jederzeit gewährleistet. Darüber hinaus wird aber auch bei diesen Patienten – angepasst an das Krankheitsstadium – das gesamte Spektrum der rehabilitativen Therapieverfahren eingesetzt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Wiederherstellung der Mobilität durch speziell weitergebildete Physio- und Sporttherapeuten liegt. 

Wichtige Therapiebausteine der Anschlussrehabilitation sind

  • fachärztliche Überprüfung und ggf. Optimierung der medikamentösen Therapie, insbesondere der Schmerztherapie
  • Atemphysiotherapie, Krankengymnastik, wenn möglich auch im Schwimmbad
  • balneophysikalische Maßnahmen
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Inhalationstherapie und balneophysikalische Verfahren
  • Ergotherapie und Hilfsmittelberatung
  • Psychologische Hilfen und Entspannungstherapien
  • Sozial- und Berufsberatung
  • Ernährungstherapie und -beratung
  • bedarfsweise Patientenschulung und Tabakentwöhnung